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The headless Kaiser

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The headless Kaiser I
Der kopflose Kaiser Wilhelm I…so scheint es. Nein, es ist kein Grafikprojekt. Auch habe ich den Kopf nicht weg retuschiert. Und es ist auch keine Luftspiegelung. Und in Sleepy Hollow sind wir auch nicht. Das Reiterdenkmal vor dem Rathaus in Hamburg-Altona ist ein bekanntes Motiv für Fotografen. An einem Tag, vor einigen Wochen, versuchte ich eine andere Perspektive zu finden um das Denkmal zu fotografieren. Von der Seite schien es, als wenn der Kaiser keinen Kopf mehr hat. Ich war irritiert und ging um das Denkmal herum, schaute es mir von vorn an und siehe da, der Kaiser hatte seinen Kopf wieder. Dann bemerkte ich, das es an der Perspektive und Winkel lag, wie man das Denkmal fotografierte. Eigentlich ist es ein missratenes Foto. Andererseits es war ein schöner sonniger Tag mit gutem Licht, so dachte ich, das es vielleicht ein guter Rat ist, auch bei bekannten Motiven, einfach mal die Perspektive und Sichtweise zu wechseln. 

Das Reiterstandbild wurde am 18. Juni 1898 enthüllt. 

The headless Kaiser Wilhelm I…so it seems. No, it is not a graphic project neither I am not retouched the head. It is not a mirage. And we are still not in Sleepy Hollow. The monument in front of the town hall in Hamburg-Altona is a well known motive for photographers. On one day, a couple of weeks ago, I tried to find another perspective to photograph the equestrian statue. Seen from the side it seems that the Kaiser lost his head. First I was irritated and went around to see the monument from the front side. And the Kaiser had his head back. I realised that it comes from the perspective and angle how you capture the monument. Actually it is a mishappened photo, but on the other hand, it was such a sunny and beautiful day, great light, it is maybe a good advice for photographers to change the perspective and view.

The equestrian statue was inaugurated in June, 18, 1898.
The headless Kaiser II

Author: Stefan

Welcome to my personal microcosmos "Freiaum/Free Zone" in the most beautiful city of the world, in Hamburg. Just someone with a camera and a mission to record the extra and the ordinary. My hearts beats among other things for Photography, Culture and Art, Visual Art, Social Media, Communication, Storytelling, Music, Literature, Blog and Text.

30 thoughts on “The headless Kaiser

  1. Interessante Aufnahme !

  2. Da kommt man aber wirklich ins Zweifeln, dass will ich mir demnächst mal in natura anschauen. lg Marlies

    • Danke, Marlies. Ich hatte auch zuerst Zweifel…an mir selbst😉 Da wünsche Dir ein ebenso schönes Vorfrühlingswetter, wenn Du kommst.
      Liebe Grüße
      Stefan

  3. Fast wie im richtigen Leben – da kann ein Perspektivewechsel auch manchmal Wunder wirken😉

  4. Dem Fotografen ist soviel Macht gegeben…je nachdem wie man er sein Modell ins Licht rückt, ist es plötzlich kopflos oder ehrwürdig, etabliert. Interessante Betrachtung🙂

    • Das stimmt. Und öffentlich wirksame Bildmanipulationen kennen wir ja leider auch. Ich verstehe z.B. das man als professioneller dokumentarischer Fotograf einzig der Wahrheit verpflichtet ist. Aber das ist ein großes Thema, was ich nicht anstoßen wollte. Mir ging es um den Perspektivenwechsel und bin dabei quasi über ein Denkmal gestolpert, weil mich der Seitenblick erst irritierte…bis ich es verstanden habe🙂
      Liebe Grüße
      Stefan

      • Um ehrlich zu sein, irritieren mich Fotos, die bis zum Abwinken manipuliert werden. Mich sprechen jene an, in denen Licht, Stimmung und Blickwinkel sorgfältig betrachtet und gewählt werden. Heutzutage ist die Manipulation so einfach, dass oftmals das Ethische (Fotografen-Ethik z.B.) auf der Strecke bleibt. Oder was meinst du?

      • Einfach ist es. Das stimmt. Das lehne ich auch ab, einzig mit der Ausnahme, wenn es sich um ein Kunstmittel handelt, das mich auf etwas aufmerksam machen möchte, was mir vielleicht nicht auffallen würde. Ich denke, es ist u.a. eine Frage des Kontexts: z.B. ein Foto-Journalist oder jemand der für sich in Anspruch nimmt, sein oder das Leben in den Fotos einzufangen, ist meiner Meinung nach, einzig der Wahrheit verpflichtet. Ich nehme für die meisten Profi-Fotografen in Anspruch, das sie sich einer Berufs-Ethik verpflichtet fühlen und sie auch einhalten. Ein anderes Beispiel. Nimm das Gewinnerfoto vom World Press Award von John Stanmeyer: http://www.worldpressphoto.org/awards/2014
        Einerseits und ohne Kenntnis der Geschichte, ist es ein nahezu friedliches Bild. Mit der Geschichte, das es sich um Migranten handelt, die ihre Handys nach oben halten, um Empfang zu haben und mit ihren Familien zu telefonieren, wirkt das Bild emotionaler und berührender.
        Es kommt darauf an, was und wie jemand etwas zeigt und mit welchem Ziel. Obamas Siegerfoto nach seiner Wiederwahl war z.B. wohl kalkuliert und ausgesucht. So haben Bilder Macht die Betrachter emotional anzusprechen. Und diese Macht wird z. B. politisch manipuliert, um damit eine andere Stimmung und Beeinflussung zu erzeugen. Es ist halt ein großes Thema. Ich finde es gut, darüber nach zu denken und sich seine eigene Gedanken dazu zu machen. Je mehr wir hinterfragen und reflektieren, umso mehr lernen wir auch.

  5. Sieht wirklich täuschend echt nach “oben ohne” aus! Bin ich erleichtert, dass er nur scheinbar kopflos ist – und sehr schön, dass du dieses Phänomen hier im Blog präsentierst, Stefan! Ich halte es wie Marlies, ich werde es mir auch einmal vor Ort anschauen, wenn ich in der Nähe zu tun habe.

    Liebe Grüße
    Michèle

    • Dankeschön Michèle. Zuerst habe ich gestaunt und dachte, wenn er seinen Kopf verloren hätte, ich davon auch gehört, gelesen hätte. Das Foto ist hier herunter gerechnet. In Originalgröße kann man in der Vergrößerung den Helm, Nase und Gesicht erkennen. Einerseits dachte ich, was soll ich mit einem Foto von einem scheinbar kopflosen Kaiserdenkmal. Und dann merkte ich, das es, wie in vielen Lebenssituationen auch, auf die Perspektive, Sichtweise und den Winkel ankommt. Das Thema kommt wiederum in der Fotografie sehr oft vor.
      Altona ist ja nicht soweit entfernt. Und bald sprudelt auch wieder der Stuhlmannbrunnen und der Altonaer Balkon samt Ausblick auf den Hafen ist eine Reise wert.
      Liebe Grüße
      Stefan

  6. Love the intrigue of the story – complete with simple solution – just move!🙂

    • Thank you for taking the time to comment. I am glad that you love the intrigue of the story. Often you only need a new perspective in photography…and still in real life😉

  7. Äußerst interessante Bilder, Stefan! Ich dachte beim ersten auch, uuups, lässt man den da ohne Kopf rum stehen…🙂 – Danke für die Aufklärung und das Komplettbild!
    Hab einen schönen Tag!

    • Dankeschön, Britta. Manchmal genügt ein Perspektivenwechsel und man sieht etwas völlig neues😉
      Habe Du bitte einen schönen Abend.
      Stefan

  8. Enorm beruhigend, dass nicht nur der bescheidene Bürger ab und zu kopflos wirkt..
    Liebe Grüße
    KarlHeinz & WortHupferl-Fee

    • Manchmal genügt nur eine Änderung der Perspektive und man hat den Kopf wieder da wo er hingehört. Klappt im Leben leider nicht immer, wie man häufig sieht😉
      Liebe Grüße auch an die Worthupferl-Fee
      Stefan

  9. So kopflos ist es erst ein richtiger Hingucker lieber Stefan. Und worthupferl hat mal wieder den Finger drauf. *gg*

    Inspirierend deine Perspektiven. Und zusätzlich die interessanten Farbspiele des Himmels.

    Einen nicht kopflosen Tag und

    Liebe Grüße
    Ute

  10. Du fotografierst häufig nach oben:-)

    • Dankeschön. Ich denke, ein Blick nach oben lohnt oft. Bei dem Denkmal ist leider ohne Leiter oder andere Hilfsmittel keine andere Möglichkeit gegeben als es mit Blick nach oben zu fotografieren. Und da ich oft den Himmel gerne mit in die Bilder integriere, schaue ich öfters nach oben🙂

  11. Schon krass, wie die Perspektive manchmal täuschen kann. Interessanter Beitrag!

    • Herzlichen Dank für das Kompliment. Ja, das stimmt. Nie hat man das vollständige Bild fotografiert, sondern immer einen Ausschnitt. Je nach Perspektive kann das Bild wie hier, auf den ersten Blick täuschen.
      Stefan