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Die Staatskünstler

23 Comments

Zur Diplomatie gehören neben dem Intellekt auch Sprachsicherheit. Man darf Diplomatie gern ergänzen u.a. mit Respekt, Toleranz, Kompromissbereitschaft und symbolischen Gesten dem anderen gegenüber.

Wenn sich vermeintlich öffentlichkeitsuchende Spitzen in den Medien phrasierend und ohne über die Folgen darüber nachdenkend mit Worthülsen über andere Länder herfallen, weiß man wie es um die Republik und den Intellekt steht. Denen den heute der geistige Gaul enteilt ist, sollten in Demut in der Geschichte und Literatur nachlesen und anfangen wieder zu lernen und zu verstehen. Denn das Lernen ist die schwierigste Aufgabe der Diplomatie. Leider wird verbal aufgerüstet. Statt abzurüsten und zu versöhnen werden alte und neue Gräben gezogen, Türen verriegelt und der Schlüssel dazu weg geworfen. Willkommen zurück im 20. Jahrhundert. Es findet sich ebenso eine Tendenz zum Bellizismus. Diese Unbesonnenheit ist, was die unabsehbaren Folgen betrifft, gefährlich. O tempora, o mores.

Als Napoleon den europäischen Kontinent aus seinen territorialen Angeln hob und Grenzen verschoben wurden, gab es den Wiener Kongress. Im September 1814 begannen die Verhandlungen und endeten im Sommer 1815. Rund 200 europäischen Staaten waren damals vertreten. Das Resultat war eine territoriale Neuordnung Europas. In den nachfolgenden 100 Jahren danach gab es trotzdem etliche Kriege und Auseinandersetzungen. Hauptantrieb war die Selbstbestimmung der Länder, welches ein Grundrecht eines jeden Landes ist, einschliesslich ihrer territorialen Grenzen. Dauerhafter Frieden war scheinbar in Europa nicht möglich. Nach Ende des 1. Weltkriegs diktierten die Siegermächte im Vertrag von Versailles von 1919 ihre Bedingungen und der unheilbringende virulente Samen wurde weiter genährt und durch wirtschaftliche Probleme forciert. Es war die Fortführung von unruhigen Zeiten die mit dem Ende des 2. Weltkrieg vorerst beendet wurden. Nach der industriellen Tötung und ca. 60 Millionen Toten aus zwei Weltkriegen.

Nach 1945 begann eine neue Phase der Politik, eine Politik der Symbole, Gesten und Versöhnung. Deutschland suchte den Kontakt besonders zu Polen und Frankreich. Das waren die Länder, denen Deutschland am meisten Leid angetan hatte. Es waren keine Spitzenpolitiker die dies taten, sondern es waren große Staatsmänner auf deren Gesten und Worten Verlass war. Ob sie einen Kniefall machten oder sich umarmten oder sich an den Händen hielten. Diese Gesten haben Geschichte geschrieben. Es wurden dabei Ressentiments, Barrieren und territoriale Grenzen auch in den Köpfen der Menschen weggeräumt.

Heute, mit Blick auf die aktuellen Krisenherde, darf man zurecht mit Sorge nach neuen Staatsmännern suchen. Sie sind erschreckender weise nicht vorhanden. Keine Persönlichkeiten, keine Schwergewichte deren Wort hält, deren Symbolik über Grenzen scheint, wo sie so dringend gebraucht würden.

Ohne die Anerkennung der eigenen Geschichte, den eigenen Fehlern, ohne glaubwürdiges Handeln, ohne symbolische Gesten, ohne Sprünge über den geistigen Tellerrand hinaus, ohne den Abbau von Feindbildern, wird es keinen dauerhaften Frieden geben. Nur einzelne Personen ohne Einfluss auf die Majorität scheinen diese neue Dimension wahr zu nehmen. Dieser negativen Entwicklung folgt historisch begründet in dem immer mehr aufkommenden Wunsch der Bürger nach einem starken Mann, der es wieder richten soll. Es sind prosperierende Zeiten für extreme Parteien und Gruppierungen. Das neue und erweiterte Europa steht inmitten einer Zeitenwende und die Folgen sind nicht absehbar.

Erschwerend kommt hinzu aus einem Konvolut von Informationen die Manipulation von der Meldung zu unterscheiden, die Propaganda von der Fassungs- und Sprachlosigkeit zu trennen. Es sind schwierige Zeiten und sie werden nicht leichter werden. Möge das Unheil und Erbe des 20. Jahrhunderts Mahnung und Herausforderung sein wieder zu lernen. Das ist kein Trost, aber eine ernst zu nehmende Aufgabe.

Author: Stefan

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23 thoughts on “Die Staatskünstler

  1. Gut geschrieben, Stefan!

  2. Lieber Stefan,
    sehr treffend geschrieben und auf den Punkt gebracht. Wieder sind die Defizite derer deutlich, die sich ein einer Meisterdisziplin wie der Diplomatie bewegen sollen. Da beklage sich niemand über den allgemeinen Bildungsnotstand. Wenn schon die Verteidigungsministerin ihre Handlungsotionen und Eskalationsstufen im Fernsehen ausplaudert. Sechs setzen!
    Behalte die dir eigene Contenance!
    Gerd

    • Dankeschön lieber Gerd. Bildungsnotstand beschreibt es gut. Gestern Abend reichten schon wenige Minuten Nachrichtenkonsum um an meiner Contenanceschwelle zu rütteln. Die Defizite sind leider offenkundig. Nur scheint die Eitelkeit und das Richten der Mimik für die Fernsehkameras wichtiger als sich in Diplomatie zu versuchen.
      Behalte Du Dir bitte auch die eigene Contenance.
      Liebe Grüße
      Stefan

  3. Leider bin ich sprachlich nicht so versiert und versuche trotzdem mit meinen Worten über das gerade Gelesene zu reflektieren. Ich würde alles unterschreiben, was Sie schreiben. Schwierig ist tatsächlich zu unterscheiden, wo wir manipuliert, wo informiert werden. Erziehung und Bildung kommt, wie ich meine zu kurz in unserer Gesellschaft…und dies wird wahrscheinlich In Zukunft Auswirkungen haben – hat es schon. Wenn man ‘querbeet’ in der Geschichte liest, so gab es schon immer eine Kriegszeit ( meist ausgelöst durch Machtstreben, Religion) und dann wieder eine Friedenszeit, eine Sturm und Drangzeit, dann eine Vernunftszeit…ich versuche für mich selbst tolerant und menschlich in meinem Umfeld zu sein und zu handeln und bemerke schon in diesem kleinen Umfeld Intoleranz und Ignoranz (auch von vielen angeblich gebildeten Menschen). Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass vielleicht doch der Verstand und die Menschlichkeit über Die Dummheit und Unmenschlichkeit und Egoismus siegen wird….trotzdem scheint der Mensch nicht wirklich zu lernen.

    • Herzlichen Dank für das Lob und D’accord. Es gibt leider keinen Leitfaden um die Manipulation von der Wahrheit zu unterscheiden. Es ist kein Trost, wenn selbst Experten den Rat ausgeben, jede Meldung, unabhängig ob sie aus dem Osten oder Westen kommt, zu misstrauen. Manche Propaganda zerlegt sich selbst. Zum Beispiel viele Bilder, die sich im nachhinein als Falschmeldung herausstellten. Es wird nie mehr gelogen, als wenn es um kriegerische Auseinandersetzungen geht.
      Kriege entstehen durch Worte. Darum ist die Diplomatie auch die Königsdisziplin der Politik. Und selbst wenn man mit seinem Partner nicht mehr reden kann oder will, darf die Kommunikation nicht still gelegt werden oder öffentlich im Fernsehen die Eskalationsskala schon mal locker durchgesprochen werden, was einem unbesonnenen Säbelrasseln gleich kommt. Man denke z.B. an die jahrelange Entspannungspolitik im Osten. Wo wären heute, ohne die erfolgreiche Entspannungspolitik des Westens, dem Dialog, zum Beispiel unsere beiden Staatsführer?
      Unberechenbare Personen werden durch Ignoranz nicht berechenbarer, unabhängig davon was man von ihnen hält. Wir haben, wie im obigen Kommentar schon angesprochen, einen akuten Bildungsnotstand der auch vor den Spitzen der Republik keinen Halt macht. Geschichte wiederholt sich. Aber es muss u.a. Aufgabe der Politik sein daraus zu lernen. Es ist dafür nie zu spät damit zu beginnen.
      Herzliche Grüße
      Stefan

  4. Danke für diesen klug formulierten Blick ins Zeitengeläuf, lieber Herr Haase. Über die verbale Aufrüstung las ich eben schon bei Herrn Ärmel. Der könnte Ihnen auch gefallen. Herzlichst, Ihre Frau Knobloch.

    • Meine Dank verehrte Frau Knobloch, für die Blumen. Bei Herrn Ärmel werde ich später nachlesen. Danke für die Leseempfehlung.
      Ihnen bitte einen vorzüglichen Freitag.
      Herzliche Grüße von Ihrem Herrn Haase

  5. … ein bemerkenswerter Gedankengang. Leider bringt nicht jede Politikergeneration herausragende Persönlichkeiten mit tragfähigen Visionen hervor.

    • Dankeschön für das Lob. Das hat auch damit zu tun, dass zu früheren Zeiten der Bundestag breiter aufgestellt war, was die Professionen betraf, da die meisten Abgeordneten erst einmal eine Lehre und Ausbildung gemacht hatten um dann später in die Politik zu gehen. Das war ein Dienst den es zu leisten war, im Auftrag des Volkes. Heute wird mir blümerant wenn ich die aktuellen Professionen der Abgeordneten sehe. Scheinbar ist der Dienst am Volke zu einem normalen Job herunter gebrochen worden. Trotzdem dürfen die Ansprüche nicht gesenkt werden. Und es ist nie zu spät anzufangen zu lernen und zu verstehen. Zudem haben wir viele honorige Personen, die man um Rat fragen könnte.
      Herzliche Grüße
      Stefan

  6. Das passt. Ein wenig verspüre ich schon auch wieder das Gefühl meiner Kindheit und Jugend, wie kalter Krieg wohin man schaut.
    Hinzu kommen die Finanzkrisen, nein, es ist eigentlich nur eine.

    • Dankeschön. Es ist wie in einer Zeitreise, zurück in die schon fast vergessene Vergangenheit mit all ihren Feindbildern. Eine Krise zieht weitere Krisen nach. Die Welt ordnet sich neu und wir sitzen mittendrin teils sprach- und fassungslos und nachdenkend.

  7. Lieber Stefan,
    das ist ein hervorragender Artikel, inhaltlich sozusagen gegen den Zeitgeist gebürstet, gratuliere. Vor allem auch zu der historischen Herleitung, die Su da leistest.
    Wie weit fortgeschritten diese Unfähigkeit zu diplomatischen Worten und Werken ist kann man ja leider an unserem obersten Diplomaten sehen. Der beweist quasi aufs Schönste Deine Aussage zum Rückfall in eine Art Bellizismus. Das 20. Jahrhundert haben wir anscheinend wirklich noch nicht verlassen.
    Trotzdem: Dein schöner letzter Satz mag kein Trost sein, aber das Lernen (und wieder neu Lernen) um des Friedens Willen, oder wenigstens für einen wieder ein wenig zivilisierteren Umgang von Staaten, Völkern und Menschen miteinander ist doch ein großes erstrebenswertes Ziel. Beispiele, nach denen man sich richten könnte gibt es, Du hast einige genannt.
    Liebe Grüsse
    Kai

    • Lieber Kai, ganz herzlichen Dank für Dein Lob. Bei dem akuten Bildungsnotstand der bis in die Spitzen der Republik reicht, möchte man rufen, Herr wirf Hirn vom Himmel. Nicht zu vergessen, die Entspannungspolitik von Willy Brandt, mit seine Rede vor fast genau 45 Jahren, wo er sagte: “Wir wollen mehr Demokratie wagen”, läutete eine weitere neue Phase der Verständigung miteinander ein, und das gegen den vehementen Protest der CDU und konservative Kreise. Wo wären unseren beiden ostdeutschen Spitzen geblieben, hätte es diese mutige und friedliche Entspannungspolitik nicht gegeben? Eigentlich sollten beide dafür dankbar sein und sich daran erinnern und ihr jetziges Handeln und Reden darauf aufbauen.
      Die Deutsche Bevölkerung wurde 1914 ebenso übergangen und der Kaiser ließ sich am 4. August 1914 mit den Stimmen der SPD seine Kriegskredite genehmigen. Während der Tage zuvor gab es noch große Friedensdemonstrationen mit der SPD. So wurde der Krieg schon im Vorwege verloren, bevor er begonnen hatte. Es wurde die Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts.
      Mit dem Lernen anzufangen ist es nie zu spät, auch wenn es die schwierigste Aufgabe ist. Es finden sich in der Literatur gute Beispiele woraus man lernen kann. Die Diplomatie ist die Meisterdisziplin der Politik. Der Tropfen Hoffnung bleibt dass aus einzelnen Personen sich kleinere Gruppen entwickeln und daraus letztendlich auch für die Majorität als Resultat die Erkenntnis, dass ein kommunikatives Miteinander mehr Früchte trägt…und besonders für die Menschen. Darum heisst es jetzt besonders achtsam zu sein und den täglichen Meldungen und Nachrichten zu misstrauen.
      Liebe Grüsse und hab bitte ein schönes Wochenende
      Stefan

  8. Gut geschrieben und teffend auf den Punkt gebracht. Und heutigen Politikern (und auch) Industriellen, in derem Interesse ja viele Manipulationen stattfinden (Kriege haben fast immer wirtschaftliche Interessen als Triebfeder), fehlt es vielleicht oft nicht an Bildung, sondern an Herzensbildung! Für mich die wichtigste Bildung die man haben sollte! Denn was nutzt alles Wissen um Geschichte, wenn man sich das Wissen nicht zu “Herzen” nimmt und aus den Fehlern lernt. Und man es grundsätzlich ablehnt, anderen zu schaden. Das ist aber meist nicht gewünscht, weil sich damit nichts verdienen lässt!

    Liebe Grüße
    Ute

    • Danke Dir, liebe Ute. Aus der Geschichte lernen, heißt die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Wissen allein reicht nicht. Darum ist es die Diplomatie auch die Hohe Kunst der Politik. Und darum sprach ich auch von Staatsmännern die großes geleistet haben mit ihrer Symbolpolitik. Was wäre wohl aus den Ostdeutschen wie unseren beiden Spitzen geworden ohne die Entspannungspolitik von Willy Brandt? Seine Regierungserklärung wird bald 45 Jahre alt ist und kann noch immer aktuell auf die aktuellen Krisenherde bezogen werden.
      Nennen wir sie mal die Partei für die Menschlichkeit, die aktuell von vielen Seiten bedroht ist. Und da hilft es wenig wenn eine Windmaschine wie Flinten-Uschi öffentlich mit den Säbeln rasselt. Wir haben leider einen akuten Bildungsnotstand bis zu den Spitzen der Republik. Was wir jetzt nicht brauchen können sind die Eitelkeit einzelner Protagonisten wie Phrasierende Politiker die mit ihren Aussagen, wenn sie noch auf der Schulbank sitzen würden, glatt sitzen bleiben würden.
      Herzensbildung ist ein hohes Gut. Da hast Du Recht.
      Liebe Grüße und trotz dieses Themas Dir eine entspannte Nacht. Behalten wir uns unsere Contenance.
      Liebe Grüße
      Stefan

      • Ja was wäre wohl geworden. Führungsspitzen in der Bundesrepublik wären sie sicher nicht geworden, aber sie hätten schon weiterhin gesehen wo sie bleiben. Es durften nicht alle Söhne von Pastoren im “Westen” studieren.😉
        Ich hoffe, sie haben wenigstens das Richtige gelernt.😉
        Und ansonsten ist das alles vergessen, Hauptsache Macht…im Gegensatz zu ihnen hatte Willy Brandt wohl Herzensbildung und Rückgrat. Auch wenn es da sicher noch politische Verpflichtungen gibt, die auch mit der Geschichte und vorangegangenen Katastrophen zusammenhängen.
        Dankeschön, die hatte ich, ins Bett nehme ich sowas nicht mit.😉
        Nach einem herrlichen Vormittag auf Balkonien, mache ich mich auf zu neuen “Untaten” und wünsche dir einen ganz schönen Sonntag.

        Liebe Grüße
        Ute

      • Das habe ich vorhin noch vergessen… die Vergangenheit von der Pfarrerstochter und dem Pastor wäre mir auch noch egal, nur sich als “Widerstandskämpfer” ausgeben, Demokratie predigen, aber heimlich still und leise an derselben “sägen” und sie “aushöhlen” und im Prinzip ganz alte Fehler zu wiederholen, das geht für mich gar nicht….

      • Danke Dir Ute. Ich glaube nicht dass alles vergessen ist. Und wenn dem doch so ist, muss man die Erinnerung wieder auffrischen. Die Worte Brandts aus seiner damaligen Regierungserklärung sind, wenn man wenige Wörter austauscht, immer noch aktuell.
        Es ist tragisch, dass ausgerechnet die Kinder der Revolution sich ihrer Ideale berauben. Weniger Eitelkeit und Medienauftritte und mehr Respekt, Mut und Sprachsicherheit mit Blick über den Tellerrand hinaus, würde gut tun und positive Zeichen setzen. Die Historie verzeiht keine Fehler.
        Behalten wir uns dennoch unsere Contenance. Hier ist es grau in grau und es kann noch regnen. Also keinen Liegestuhl, dafür die Sonne im Herzen🙂
        Liebe Grüße
        Stefan

      • Da kann ich dir nur recht geben und wahrscheinlich eher vergessen wollen…schade😉

        Ich schicke dir schnell noch ein paar himmlische Sonnenstrahlen, samt rosaroter Brille.
        😉

        Nach dem vielen Grau der letzten Monate, genieße ich allerdings auch die echten Sonnenstrahlen. Selbst bei der Arbeit.🙂

        Dir trotzdem einen schönen Sonntag und liebe Grüße
        Ute

      • Danke Dir. Einige Sonnenstrahlen kamen auch durch. Dem Komponisten war das Wetter egal. Hauptsache raus und spazieren🙂 Nach all der Aufregung wünsche ich Dir einen schönen Abend.
        Liebe Grüße und einen Knuddel an Moshe
        Stefan

  9. Ich befürchte, herausragende Menschen halten sich heute von der Politik fern. Es fehlt an Moral und Ethik. Im Vdergrund stehen Macht und ideoligische Interessen.

    • Danke für diesen Ansatz, dem ich zustimme. Wenn man sich die Besetzung des aktuellen Bundestages mit Blick auf die Profession anschaut, wird einem anders. Während früher die Abgeordneten z.B. aus einem erlernten Beruf in die Politik gegangen sind, kommen sie heute von der Uni. Politik als Job sozusagen und weniger als Dienst am Volke, Dazu kommt der Lobbyismus. Es gilt mittlerweile das Motto: nach der Wahl ist vor der Wahl und dementsprechend ist die Ausrichtung. Und dabei blühen die Ressentiments wieder kräftig auf. Moral und Ethik sollten ebenso wieder an der Schule gelehrt werden wie auch das ganze Thema rund um Werte wichtig ist. Für den Moment können wir nur den Brechtschen Vorhang zuziehen und sehen, dass noch viele Fragen offen sind.