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Cityscapes

13 Comments

Riverside Hotel I (K)
Was auf den ersten Blick wie ein sehr interessantes architektonisches Gebäude aussieht, hat eine Hintergrundgeschichte. Das Thema Gentrifizierung ist aktuell, wichtig, ein sensibles wie globales Thema. Die Fotos zeigen die auffallende Fensterfassade und das Gebäude des Riverside Hotels in Hamburg, St. Pauli. Es gehört mit zu den größten Hotels und höchsten Gebäuden der Stadt. Das Hotel steht auf historischen Boden, auf dem Grund der alten Bavaria Brauerei. Die Stadt Hamburg verpachtete im 19. Jahrhundert das Gelände an die Brauerei. Nach 140 Jahren Brauereitradition, wurde das Haus geschlossen und abgerissen. 2007 wurde das neue Hotel eröffnet. Es macht mich nachdenklich wie Stück für Stück alte Tradition weichen muss und abgerissen wird. Es wäre zu begrüssen, wenn die Stadtentwicklung- und Planung mehr Verantwortung zeigen würde und einen integrativen Bogen spannen würde, von der Tradition zur Moderne. Auch eine Subkultur gehört mit zum Stadtbild. Für zukünftige Projekte wäre es zudem sinnvoller, wenn man die Betroffenen Bürger von Beginn an in die Planungen involviert, bevor es zu Protesten kommt. Denn Integration gehört mit zu einem Stadtbild.

Die Stadt hat ihre Würde verloren (Externer Link)
In einer älteren “brand eins-Ausgabe”, gibt es ein lesenswertes und mahnendes Interview mit dem Architekten Dietmar Steiner. Zitat: “Wohnraum in Metropolen wird knapp und unbezahlbar. Warum? Weil die Politiker sich aus ihrer Verantwortung gestohlen haben”, sagt der Architekt Dietmar Steiner.”
(The article is unfortunately not available in english language.)

What looks first as an interesting architecture building has on the second view his own back story. Gentrification is really an important as well a sensitive and global issue. The images show the attracted window facade from the Riverside Hotel in Hamburg, St. Pauli which belong to the greatest and highest hotels an d buildings in Hamburg. The Hotel is placed on a historical ground of the former old Bavaria brewery. The city of Hamburg leased the area in 19th century to the brewery. After 140 years brewery history, the factory were closed and demolished. In 2007 the new Hotel was opened. It makes me thoughtful how fast piece by piece old tradition must yield and will demolished. It would be better if the urban development would show more responsibility in order to include as well to keep the tradition. Still a subculture belong to the city. For future projects it makes more sense to involve first the concerned inhabitants and not to wait for the first protests. Integration belong still to a cityscape.
Riverside Hotel II (K)

Author: Stefan

Welcome to my personal microcosmos "Freiaum/Free Zone" in the most beautiful city of the world, in Hamburg. Just someone with a camera and a mission to record the extra and the ordinary. My hearts beats among other things for Photography, Culture and Art, Visual Art, Social Media, Communication, Storytelling, Music, Literature, Blog and Text.

13 thoughts on “Cityscapes

  1. Lieber Stefan, das kann ich nur unterschreiben. Leider scheint Hamburg ein besonders böses Beispiel für die Gentrifizierung zu sein, aber vom Muster her sind die Handlungsweisen der Politik analog.
    Gruß
    Gerd

    • Lieber Gerd, wie wahr. Danke für die Punktlandung. Leider gibt es diese Muster auf zu vielen Ebenen. Es gab und gibt jedoch auch positive Beispiele, wie Bürgerproteste die Verantwortlichen zum Umdenken gebracht haben. Oder wie zuletzt ein Bürgerbegehren eine Seilbahn über die Elbe zu den Musicalzelten verhinderte. Das ein Stadtbild sich verändert, gehört mit zum Stadtleben und Geschichte. Aber wie in welchen Dimensionen geplant wird, erstaunt mich in negativer Weise immer wieder. Dabei wäre es doch einfach Menschen mal zur Abwechselung mitzunehmen statt mit staatlichen Segen deren Ding durch zuziehen.
      Gruß
      Stefan

  2. Nicht ganz schön dieses gebaude aber du hast es seht schön fotografiert

  3. looking up, how insignificant one feels, amazing photographs.

    • Thank you for the compliment. It is an interesting building with a great line management even it is placed on a historical place. I tried to combine interesting city architecture with some information behind the photos.

  4. Great shots – colours wonderful!

  5. Lieber Stefan,
    als erstes mal: erstaunlich, wie ein guter Fotograf mit einiger Überlegung aus so ewigem Monster doch ein Kunstwerk machen kann. Dazu meinen Glückwunsch.
    Deinen hervorragenden Text kann ich nur unterschreiben. Als einer, der in der Nähe der ganzjährig karnevaldominierten Stadt Köln wohnt, deren Stadtplanungsbemühungen sich in der Regel in Rosenmontagsfantasien erschöpft, habe ich auch ein Beispiel kaum 25 Kilometer vor meiner Haustür. Es ist sooo traurig, was für Chancen da vergeben werden, und das seit Jahrzehnten.
    Liebe Grüsse
    Kai

    • Dankeschön, lieber Kai, für das Kompliment. Über die Kosten lege ich lieber den Mantel des Schweigens. Heute war zu lesen das in den nächsten zwei Jahren fünf weitere Hotels in der Hafencity gebaut werden. Willkommen in der Hotelcity.
      Auch die Abfolge ist klassisch. Man fährt erst einen Stadtteil wirtschaftlich an die Wand. Dann kommen die Investoren und planieren alles neu zu günstigen Preisen. Wie gut, dass manchmal der Bürger das nicht mitmachen will und protestiert und wie hier sich über ein Bürgerbegehren durchsetzt. Zumindest sind es kleine Lichtblicke.
      Es ist in der Tat sehr traurig was teils in Städten verbaut wird.
      Liebe Grüße aus dem sonnigen Norden
      Stefan

  6. What a sad shame the St Pauli brewery wasn’t redeveloped within historical context . . .

    • Thank you, Patti. You´re right, it is a sad shame. But it is still a question who has the capital and influence. Especially the district of St. Pauli is suffering under the actual gentrification process.