Freiraum

Image, Text, Blog & Photography


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Linktipps vom 06.10.2013

Heute zu den Themen Medien, was man sonst noch aus Essen machen kann, einem Ausflug nach Paris, Street Photography, Lichtmalerei, Architektur, vielen Schwarz/Weiß Bildern, einem magischen Video und anderes.

Stefan Niggemeier hat ein langes Gespräch mit Friedrich Küppersbusch u.a. über das Medium Fernsehen und der gemeinsamen Sendung „Tagesschaum“ geführt.

»Unser Angebot hieß: Lieber WDR, wir versprechen, das wir uns nach 38 Ausgaben selbst umbringen, es gibt keine Probleme mit der Entsorgung, aber vorher hauen wir auf die Kacke.«

Nach 38 Ausgaben „Tagesschaum“ werde ich die (fast) tägliche Dosis Aufbau und Haltung vermissen. Besonders schön ist die Krallen-Kollektion (Poster) mit dem Abspann der Sendung gelungen. Bleibt zu hoffen, dass vielleicht dieses Format eines Tages in Serie gehen wird.

Google ist unser Leben Astrid Herbold fragt in ZEIT ONLINE treffend, was eindrucksvoller ist, dass es Google geschafft hat ein Milliardenkonzern in 15 Jahren zu werden oder wie diese unser Denken verändert hat.

The old Elbe Tunnel – let´s get down Will Rolls nimmt uns herunter mit zum alten Hamburger Elbtunnel. Und sein Blog ist mehr als eine Empfehlung wert. (English)

Foodscapes – Carl Warner Da bekommt man Appetit. So in etwa könnte man sich das Schlaraffenland vorstellen. Zumindest sind die Bilder Märchenhaft. Bei Twisted Sister gibt es weitere Bilder die hinter die Kulissen dieser einmaligen surrealen Welt schauen. (English)

Open Eyes and Heat in Paris 

»Mr. Turnley roamed the city taking photos of Paris that reflected his romance with the city. He joined Rapho, the agency that represented Mr. Doisneau, and was soon traveling the world witnessing injustice and human suffering. He was a contract photographer with Newsweek for 15 years and photographed almost all of the big stories, in over 90 countries.« (via Google +/English)

Stubaital. Wenn ein Fotograf in den Urlaub in die Alpen, besser gesagt ins Stubaital nach Tirol fährt, hat er mit seinen Bildern viel zu berichten. Felix Meyer´s Bilder haben Suchtpotential, auch wenn das Wetter nicht immer schön war. Seinen Bildern tut es keinen Abbruch. Ab ins Stubaital im Nebel und Teil 2 gibt es hier.

Vier Jahre, ein Motiv ist ein interessantes wie auch spannendes Projekt. Stefan Weber fotografierte vier Jahre lang die Theodor Heuss Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden. Und er hat Recht: man sollte sich auch ein festes Motiv suchen. Es schärft die Perspektive und Sichtweise.

10 Amazing Light Painting Photographers und ihre Webseiten lassen mich staunen. Erstaunlich und sehenswert. (English)

Streetphotograhpy von Severin Koller Ich gestehe, dass ich auch sehr gern Straßenfotografie mag. Die Aufnahmen haben ihren eignen Stil und Charme. Manche Bilder zeigen auch die wunderbare Kraft der unerzählten Geschichten. Absolut sehenswert.

Glowing Silhouettes of Strangers in Chicago sind fantastische Schwarz/Weiß- Bilder. Einfach die Bilder auf sich wirken lassen und staunen. Stunning Black and White Photography of Global Architecture sind ebenso sehenswert. Nicht nur weil mich Architektur auch interessiert. Interessant sind auch die unterschiedlichen Perspektiven, ebenso in Schwarz/Weiß. (English)

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Mediennachlese

Heute mal mit einer kleinen Medien-Nachlese, was ich in den letzten Tagen gesehen und gelesen habe. Mit dem ESC Song Contest 2013, Tumblr & Yahoo, den Tatortreiniger, Friedrich Küppersbusch und Richard Wagner.

Die gute Nachricht.
Friedrich Küppersbusch kommt wieder zurück vor die Kamera und wird ab Juni dreimal die Woche beim WDR satirisch, bissig, ironisch, unterhaltsam, aufbauend den täglichen „Tagesschaum“ präsentieren.

ESC Song Contest 2013

Am vergangenen Wochenende fand in Malmö der ESC (European Song Contest) 2013 statt. Besonders gut gefallen hat mir die Schwedische Moderatorin Petra Mede, die mit Charme, Ausstrahlung den Abend souverän und zudem sehr unterhaltsam moderierte.

In den Redaktionsräumen der ARD hingegen wird vermutlich wieder diskutiert werden, wie man zukünftig wieder an die großen Lena-Momente anknüpfen kann. Mit Cascada ging man auf Nummer sicher… so dachte man vermutlich.  Wenig erstaunlich das man nach dem Abschneiden, nur 18 Punkte von 5 aus 39 Ländern, schnell eine Erklärung dafür hatte: Angela Merkel hatte Schuld! Ich finde zwar Verschwörungstheorien teils amüsant. Doch diese Version ist weder schlüssig noch amüsant. Und gegen eine Prise Selbstkritik wäre auch nichts einzuwenden gewesen.

Wer mit einer Kopie versucht am Erfolg vom Vorjahr sich anzuhängen, scheitert in der Regel. Das hat überhaupt nichts mit der Interpretin und ihrer Darbietung zu tun. Wer es genau sehen und hören wollte, bekam den großen Unterschied zwischen Original und Kopie in der Pause, vor der Abstimmung, zu sehen. Da sang die Vorjahressiegering Loreen ein Medley und zum Ende sang sie noch einmal ihren Siegertitel aus 2012 „Euphoria“. Kurz nach ihrem Auftritt gab es einen Schnelldurchlauf aller Teilnehmer und spätestens zu diesem Zeitpunkt merkten viele das „Euphoria“ und „Glorious“ recht ähnlich klangen.

Wer großes erreichen will, muss auch Risiken eingehen! Warum nicht mal kräftig mit einer originellen Nummer schön scheitern. Nur Mut ARD. Aber bitte nicht weiter wurschteln wie bisher.

Richard Wagner
Vorfreude habe ich auf das Konzert Live aus Bayreuth, das ARTE heute Abend übertragen wird. Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner hat der Dirigent Christian Telemann mit dem Orchester der Bayreuther Festspiele ein abwechselungsreiches Programm zusammen gestellt. Live wird das Konzert am 22. Mai 2013 um 21.45 Uhr ausgestrahlt und ist vermutlich danach 7 Tage in ARTE-Mediathek nachschaubar.

Im Anschluß an das Konzert gibt es in Erstausstrahlung, in einen rekonstruierten Fassung mit der Originalmusik, die Filmbiographie über Richard Wagner von 1913.

Heute Mittag um 13.30 Uhr zeigt das Bayerische Fernsehen (BR) die Wiederholung des Dokumentarfilms „Wagner & Me„, wo der bekannte britische Schauspieler Stephen Fry die Zuschauer mitnimmt auf eine Reise zu den Orten von Richard Wagners. Dazu bekommt man seltene Eindrücke hinter den Kulissen der Bayreuther Festspiele. Launig und sehr sehenswert. Diesen Film sollte man aufnehmen. Und das gilt nicht nur für Wagner-Freunde, da Fry es schafft, das Werk Wagners sehr unterhaltsam zu erklären.

Tumblr wird von Yahoo übernommen.
Erhellend fand ich in diesem Zusammenhang den Beitrag von Kai Biermann bei ZEIT Online. Yahoo 2013 ist nicht gleich das Unternehmen von vor sechs Jahren. Meiner Meinung nach war der Kauf von Tumblr richtig. Warum sollen sich Google und Facebook alles im Netz aufteilen. Wettbewerb ist immer förderlich. Mehr dazu in der Linksammlung via Next Draft, dessen Newsletter ich empfehle.

In this corner, we have Yahoo, an aging heavyweight with a new, compelling CEO looking to get some youthful power in her knockout punch by adding Tumblr, a young company run by a young high school dropout-turned programmer-turned CEO of a company with about 40 million youngish users. And in this corner, we have the other Internet heavyweights like Google and Facebook who are extending their leads and threatening to knock Yahoo down to the welterweight division. Let’s get ready to Tumbl…

Tumblr CEO David Karp announced the news by promising the service would stay independent. He also added, „F*ck Yeah.“ On her Tumblr, Yahoo CEO Marissa Mayer wrote: „We promise not to screw it up.“  And here is what WordPress‘ Matt Mullenweg has to say on the matter: „Normally we import 400-600 posts an hour from Tumblr, last hour it was over 72,000.“

Der Tatortreiniger
Das „Der Tatortreiniger“ ein nicht nur innovatives gleichsam auch ein erfolgreiches TV-Projekt ist, überrascht nicht. Überrascht bin ich jedoch schon, wenn ich lese, das man bereits zwei neue Folgen abgedreht hat und diese erst auf DVD erscheinen werden, bevor der NDR sie über Weihnachten/Neujahr 2013/14 versenden wird. Anstatt die zweimal mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Serie im hauseigener Sender heraus zu stellen, werden lieber Wiederholungen von Wiederholungen und Bestenlisten gezeigt. Schade! Übrigens das gleiche Schicksal trägt ebenso die prämierte ARD-Serie „Weissensee“, deren Fortsetzung nur auf DVD zu sehen ist und nicht in der ARD.

Was bleibt? Das regnerische und zu kühle Wetter und die Hoffnung auf Besserung.