Freiraum

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Everything Must Change

Sunset Wittenbergen
“There are not many things
In life you can be sure of.
Except

Rain comes from the clouds,
And sun lights up the sky,
And humming birds do fly.

Winter turns to spring.
Wounded heart will heal.
Never much too soon
Everything must change…”
(Lyrics by George Benson)

Yesterday was the birthday of Nina Simone (1933-2003). Here to listen to her version of “Everything Must Change” (YouTube-Link)

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Changes

Misty Tree
Manche Tage fühlen sich anders an, auch von der Farbe. Eigentlich sollte das Foto im Morgennebel für sich allein sprechen. Etwas Erroll Garner dazu als musikalische Abrundung. Nun steht es in einem anderen Kontext. Manchmal kommt es anders als man es sich gedacht hat.

Heribert Prantl erinnert heute in der Süddeutschen Zeitung an den offenen Brief vom französischen Journalisten Antoine Leiris, der seine Frau beim Anschlag auf das Konzerthaus Bataclan 2015 verloren hatte. Es ist, wie Prantl schrieb, auch eine Antwort auf den Anschlag in Berlin.

“Ich werde euch jetzt nicht das Geschenk machen, euch zu hassen…
Ihr wollt, dass ich Angst habe, dass ich meine Mitbürger mit Argwohn betrachte und meine Freiheit für meine Sicherheit opfere. Vergesst es. Ich bin und bleibe der, der ich bin.”

Ich hoffe und wünsche mir, dass man den Opfern, ihren Familien und Freunden, den Verletzten und Hinterbliebenen in Berlin schnell unterstützt und hilft. Damit sich so eine Tragödie nicht wiederholt, bedarf es auch die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Dafür braucht es Zeit, Ruhe, Vernunft und einen kühlen Kopf. Man kommt aktuell nicht umhin sich ebenso mit den Mechanismen der Angst zu beschäftigen. Dirk von Gehlen (Süddeutsche Zeitung) hat dazu einen lesenswerten Blogartikel verfasst: Gegen den Hass, gegen die Panik Was negativ auffällt ist das Engagement einzelner/vieler für Hetze, Hass und Wut. Damit spielt man nur den Tätern in die Hände. Denn Hass ist hässlich und macht nicht nur blind, sondern auch unendlich traurig.

Gestern Abend, als die ersten Meldungen aus Berlin im Radio zu hören waren, spielten sie Charles Bradley.
click → Charles Bradley – Changes (YouTube-Link)


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Dream Path

Dream Path I
“Warm summer sun,
Shine kindly here,
Warm southern wind,
Blow softly here.
Green sod above,
Lie light, lie light.
Good night, dear heart,
Good night, good night.”
(Mark Twain)
Dream Path II
“I have everything I need right here in front of me, all the creativity, all the energy I need – I just have to dive very deep to find it.” Colin Lucas (1906 – 1984)


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Looking In From Outside

While browsing through the internet I regularly come across on very interesting articles, videos and images. Here is to share a new selection of handpicked articles in English/German.

Kodachrome memories of New York
Looking at Robert Herman’s photographs of New York in the 1980s is a little like watching a movie. Taken in an era of New York City that has become more beloved and romanticized the further we move away from it, Herman’s work has a cinematic quality that is hard to miss.

The Diane Arbus You’ve Never Seen
Wonderful photo set. The Diane Arbus Photos. She was often looking in from outside. The street was the pathway to the private world.

Solitude in the city: Rui Palha Street Photographers (Leica Camera Blog Interview)
Amazing Work. Rui Palha is a Lisbon based photographer. Voted by two separate websites in 2015 as one of the top street photographers in the world, Rui captures the sense of solitude and isolation we can all sometimes feel in a big city. You want more to see. Click on his Web-Site and on his Instagram-Account.

Taiwanese Typhoon Blues
“I focused on the ‘calm before the storm’ moments.”
So when the first typhoon in the season hit Taiwan three years ago, I decided to take the camera and check it out by myself. Since then I’ve experienced three typhoon seasons, photographed 10 typhoons and travelled thousands of kilometers along the east coast of Taiwan.

Scharf wie 140 Gigapixel
Was sich von frühen Fotografieren lernen lässt. Denkanstoß für visuelle Kultur. Es ist nicht die Kamera oder das Objektiv. Es ist und bleibt das Auge des Fotografen.

Zwischen Lizenzen und verschwundenen Metadaten: Der Basis-Werkzeugkasten für Bildersucher
Ein interessanter wie hilfreicher Artikel für alle Bildurheber, die ihre Arbeiten im Netz veröffentlichen. Denn man sollte von Zeit zu Zeit die Suchmaschinen bemühen um nachzuschauen wo z.B. die eigenen Fotos zu finden sind. In der Zwischenzeit gibt es viele Helfer mit denen man gezielt suchen kann.

Das Pep Guardiola Experiment
Eigentlich wollte ich selbst etwas schreiben. Doch dann kam der gute SpOn-Artikel der anhand von 4 Pressekonferenzen ein differenziertes Bild des zweifellos sehr guten wie wortkargen Neu-Trainer von Manchester City. Ein langer Artikel der sich lohnt.

Euro 2016 I
The complete guide to every team and player. Profiles of all 24 teams and 552 players, including tactics, caps, goals, hobbies, tattoos and much more.

Euro 2016 II
CONTENT-MARKETING FÜR DIE EURO 2016 – Uefa greift ins TV-Programm ein
Wer die Spiele zur EM 2016 übertragen möchte, muss auch vorproduzierte Inhalte der UEFA senden. Die Aufregung darüber hält sich in Grenzen, weil dieses System bereits fest etabliert ist. Beispielsweise werden 8 Beiträge bei ARD und ZDF laufen. Das Schweizer Fernsehen SRG muss jedoch 300 Minuten senden.
Zitat aus dem Artikel: “Letztlich lassen sich die Sender erpressen von der Uefa, die ihr begehrtes Produkt Euro 2016 als Einfallstor nutzt für die Platzierung von Content Marketing.”

“Thinking about what might have happened, what could have happened, is a necessary element in trying to understand what did happen.”
(Fritz Stern)


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Muhammad Ali (1942-2016)

“Float like a butterfly, sting like a bee”

Die Box-Legende Muhammad Ali ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Er schrieb Sportgeschichte und blieb bis zuletzt eine Ikone. Kein Schwergewichtler boxte so elegant und leichtfüßig wie Ali zu seiner Glanzzeit. Der Mann den sie “GOAT” nannten, “Greatest Of All Times” hat seinen letzten und härtesten Kampf verloren.

Seine Maxime das nichts unmöglich ist verkörperte und lebte er ein Leben lang. Es gibt so viele und schöne Legenden von und über Ali. So zum Beispiel wie er zum Boxen kam. Als 12 Jähriger wurde ihm sein Fahrrad gestohlen und er wollte den Dieb vermöbeln. So begann der 1942 als Cassius Marcellus Clay in Louisville, Kentucky geboren, bereits im Alter von 12 Jahren mit dem Boxen. Sein Entdecker, der Polizist und Box-Trainer Joe Martin erklärte später, das der “Junge” wie ein Berserker an sich arbeitete. Sein Talent war seine Schnelligkeit und Beweglichkeit. Sein späterer Boxstil des Tänzeln hieß zurecht “Ali-Shuffle”. Die Schlagkraft erarbeitete er sich im Training. Mit 18 Jahren wurde er bereits Olympiasieger und ging danach zu den Box-Profis. 1964 trat er als krasser Außenseiter gegen den Champ Sonny Liston um die Krone im Schwergewicht an. Als Liston aufgab trat er ans Mikrofon und erklärte das er der Größte ist und sein bürgerlicher Name ein Sklavenname ist und er ihn hiermit ablegt und fortan Cassius X genannt werden möchte. Wenige Tage später konvertierte er zum Islam und nannte sich Muhammad Ali. Der Kampf gegen Liston war auch Inspiration für Sylvester Stallone der, basierend auf den Kampf, das Drehbuch für den Film “Rocky” schrieb.

“Clay comes out to meet Liston and Liston starts to retreat, If Liston goes back an inch farther he’ll end up in a ringside seat. Clay swings with a left, Clay swings with a right, Just look at young Ca,ssius carry the fight. Liston keeps backing but there’s not enough room, It’s a matter of time until Clay lowers the boom. Then Clay lands with a right, what a beautiful swing, And the punch raised the bear clear out of the ring. Liston still rising and the ref wears a frown, But he can’t start counting until Sonny comes down. Now Liston disappears from view, the crowd is getting frantic But our radar stations have picked him up somewhere over the Atlantic. Who on Earth thought, when they came to the fight, That they would witness the launching of a human satellite. Hence the crowd did not dream, when they laid down their money, That they would see a total eclipse of Sonny”
(Cassius Clay)

Sein Beitrag zum Vietnamkrieg war die Verweigerung. Diese Haltung kostete ihn den Weltmeistertitel und die Boxlizenz. Es sollte 3 Jahre dauern bis er wieder im Ring stand. Es folgten in den 70´er Jahren die legendären Kämpfe gegen u.a. Joe Frazier, George Foreman, die in der Nacht auch im Fernsehen zu sehen waren. Ganze Generationen von Familien versammelten sich Nachts um Ali boxen zu sehen. Es gelang ihm als einzigen Boxer eine eiserne Regel zu brechen: They never come back. Er holte sich dreimal den Titel als unumstrittener Box-Weltmeister zurück.

In seinem Leben ging es meistens um wirklich alles. In seinem Sport war er kompromisslos. Er demütigte seine Gegner bereits im Vorfeld und in den Pressekonferenzen und zerstörte sie im Ring. Er ließ sich im Ring zusammen schlagen bis der Gegner nicht mehr konnte. Dann schlug Ali zurück und gewann. Legendär.

Muhammad Ali: “Ich habe jede Minute meines Trainings gehasst, aber ich habe mir immer eingeredet, niemals aufzuhören. Leide jetzt und lebe den Rest Deines Lebens als Champion.”

Ali war, ist und bleibt für Millionen Menschen eine Ikone auch abseits des Sports. Seine aktive Karriere war vermutlich den einen Schlag und Kampf zu lang. Seine in 1984 öffentlich gemachte Parkinson-Erkrankung kann man schnell mit dem Boxen verbinden. Ein Beweis dafür gibt es nicht, auch wenn es nahelegend ist. Seine Boxkämpfe waren Heldenschlachten die selbst Jahrzehnte später noch nachwirken und er der Meister der Zeremonie. Er rappte, als es den Rap noch gar nicht gab, war in gewisser Hinsicht ein Poet der seine Gegner mit Worten harsch anging und auch beleidigte. Eine eigene Kunstform entstand.

“I’m gonna show you how great I am”

Als Ali 1996 in Atlanta mit zitternder Hand das Olympische Feuer entzündete, berührte sein Schicksal die Menschen weltweit. 1999 kürte ihn das Internationale Olympische Komitee zum “Sportler des Jahrhunderts”. Und bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2012 in London gehörte Ali zu den Trägern der Olympischen Fahne.

Auch wenn es schon länger leise um ihn geworden war, so kämpfte er sich immer wieder zurück ins Leben. Er bleibt eine Quelle der Inspiration und für viele Menschen der einzig wahre Champ. Nie aufgeben, den Glauben an sich nie verlieren, hart an sich arbeiten, seinen Weg gehen…auch gegen Widerstände und Rückschläge und Haltung zeigen. Er wird nun noch mehr schmerzlich vermisst werden. He was the Greatest.

Weiterführende Links/Related:
– Wikipedia: Muhammad Ali vs. Sonny Liston
– Muhammad Ali/Cassius Clay: 25 best photograhs (Guardian)
Muhammad Ali’s greatest quotes (Guardian)
Muhammad Ali, der Große (Nachruf von Jürgen Schmieder in der Süddeutschen Zeitung)
Muhammad Ali recites a poem about a prison riot (YouTube)
Muhammad Ali was the most fantastical American of his era, David Remnick write. (The New Yorker)
Zum Tode Muhammad Alis: Der Größte (SpOn/ Peter Ahrens)
Muhammad Ali: ‘What’s My Name? Current and former New York Times reporters and columnists talk about their memories of him and how he became an international icon. (Video/ New York Times)


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Speicherstadt

Hafen City Hamburg
Sometimes I see my life in black and white…in photography. Taken in the Speicherstadt.

The Speicherstadt (City of Warehouses), meaning warehouse district in Hamburg, Germany is the largest warehouse district in the world where the buildings stand on timber-pile foundations, oak logs, in this particular case. It is located in the port of Hamburg—within the HafenCity quarter—and was built from 1883 to 1927.


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Goodbye October

Goodbye October II
When autumn leaves start to fall…

The chanson “Les Feuilles Mortes”, better known as “Autumn Leaves”, based from a poem by french author Jacques Prévert. Later the piece was translated into english language and has been becoming to an international Jazz Standard.

Since you went away the days grow long
And soon I’ll hear old winter’s song
But I miss you most of all my darling
When autumn leaves start to fall…

Yves Montand – Les Feuilles Mortes (YouTube-Link)

Das Chanson “Les Feuilles Mortes”, bekannt als “Autumn Leaves”, stammt von einem Gedicht vom Französischen Dichter Jacques Prévert. Später wurde das Stück ins Englische übersetzt und wurde ein internationaler Jazz-Standard.

Goodbye October I