Freiraum

Image, Text, Blog & Photography


31 Kommentare

Silent Night

Christmas 2014
Zeit für Stille und Besinnlichkeit. Wir brauchen in diesen Stunden besonders Ruhe und Besinnlichkeit zum Nachdenken und Innehalten. Dafür mache ich gern den Platz frei für den mittlerweile vierten „Stille Nacht“ Musik-Mix.

Mit Musik die manchmal melancholisch ist, mutig, ruhig und mit emotionaler Kraft. Musik für alle die die besondere Stimmung der Stille genießen und wieder durchatmen möchten. Musik wie gemacht für den Abend oder für die Nacht oder die frühen Morgenstunden und auch gern nach Weihnachten. Und mit Liedern die mich in diesem Jahr mit begleitet haben. Mit Musik von Archive, Tori Amos, John Cale, Portishead, Massive Attack und vielen anderen. Erinnern möchte ich auch an einige Künstler die nicht mehr leben: David Bowie, Leonard Cohen, Leon Russell, Sharon Jones, Mose Allison, Prince.

Take a moment of calm and peace. We need in these hours especially more silence in a noisy world. Follow the link (YouTube-Link) and you can listen to a special „Silent Night“ Music-Mix I created for the fourth time.

Mainly songs sometimes melancholic, nevertheless brave, quiet but with emotional power. For all who wants to enjoy the special mood of the silence. A mix perfect for the evening or night or for the wee small hours. And the music mix works well still after christmas.

Beside known Artist like Archive, Tori Amos, John Cale, Portishead, Massive Attack and many other more I still remember on artists who passed away in 2016: David Bowie, Leonard Cohen, Leon Russell, Sharon Jones, Mose Allison, Prince.

I wish you all a merry Christmas. Eat, drink and be merry if you can. After this year we deserve this.

Frohe Weihnachten | Merry Christmas | Joyeux Noel | Buone Feste Natalizie | Feliz Navidad

This way please, click → Silent Night 2016 – The Mix (YouTube-Link)

Tracklisting:
1. Archive – Distorted Angels
2. Archive – Axiom
3. The National – Green Gloves
4. Ahnoni – Hopelessness (Music starts at 0:50 Min)
5. Tori Amos – Star Whisperer
6. Rebekka Bakken – Powder Room Collapse
7. Leonard Cohen – Democracy
8. Tindersticks – We Are Dreamers
9. Leon Russell – A Song For You
10. Leonard Cohen – Nevermind
11. David Bowie – Five Years
12. Heather Nova – I’m On Fire (Live)
13. Mose Allison – Young Man’s Blues (1959)
14. The Cinematic Orchestra – „To Believe“ (Feat. Moses Sumney)
15. Sarah Jarosz – House of Mercy
16. Carla dal Forno – What You Gonna Do Now?
17. Olafur Arnalds ft. Arnor Dan – Say My Name
18. Billy Bragg & Joe Henry – The L&N Don’t Stop Here Anymore
19. Sharon Jones & the Dap-Kings – Slow Down, Love
20. Prince – Colonized Mind
21. Low Roar – Tonight, Tonight
22. Bob Weir – Only A River
23. Bill Fay – Thank You Lord
24. Portishead – The Rip
25. Massive Attack – The Spoils
26. Editors – No Harm
27. Cat Power – Hate
28. Conor Oberst – The Rain Follows the Plow
29. John Cale – Hallelujah (Reissue from the Album „Fragments Of A Rainy Season“)
30. Katie Melua – O Holy Night

Alternative: Silent Night 2016 – The Mix (YouTube)

Related Links:
Silent Night 2015
Silent Night 2014
Silent Night 2013

Advertisements


12 Kommentare

Purple Will Never Sound The Same

Prince Rogers Nelson (1958-2016)

2016 ist ein schlechtes Jahr für die Musik. Prince Rogers Nelson ist völlig unerwartet, im Alter von 57 Jahren, gestorben. Eine Ikone, Sänger, Songwriter, Produzent…ein Multi-Instrumentalist der über 100 Millionen Tonträger verkauft hatte.

Als kleiner Junge lernte er bereits Klavier und brachte sich später selbst Gitarre und Schlagzeug bei. Mit 17 Jahren startete er seine musikalische Karriere. Mit 19 Jahren unterschrieb er seinen ersten 1 Million Dollar Plattenvertrag bei Warner Bros.. 1983 wurde er vom Musiksender MTV im Tagesprogramm gespielt und erreichte mit Songs wie „1999“, „Little Red Corvette“ zum ersten Mal die amerikanischen Charts. 1984, mit 26 Jahren, kam der internationale Durchbruch mit dem Album „Purple Rain.“ Wenn ein Künstler schon früh einen solchen Erfolg hat ist dies Fluch und Segen zugleich. Doch Prince kümmerte sich nicht darum diesen Erfolg zu konservieren und zu wiederholen. Für ihn schien es keine Grenzen zu geben. Er hatte in den 80´Jahren einen ekstatischen kreativen Output und probierte sich an neuen Sounds und Formen aus. Er verschmolz Soul, Funk, R&B, Blues, Rock, Pop zu einem eigenen Stil. Zudem fand er Zeit für andere Künstler Lieder zu schreiben. U.a. den Hit der Bangles „Manic Mondays“ oder Sinhead O´Connor´s „Nothing Compared 2U“, Chaka Khan´s „I Feel For You“. Er schrieb auch für Stevie Nicks, Sheila E., Sheena Easton, Alicia Keys und andere.

„Sometimes it snows in April
Sometimes I feel so bad, so bad
Sometimes I wish life was never ending
and all good things, they say, never last“
(Sometimes it snows in April)

Zu Beginn seiner Karriere pflegte er einen androgynen universellen Auftritt, war weder Schwarz oder Weiß, wechselte seinen Stil in der Musik und Mode mehrfach und blieb jemand der seinen Stil damit früh kultivierte. Er kämpfte ein Leben lang für seine künstlerische Freiheit und Unabhängigkeit. Vor 2 Jahren konnte er sich, nach einem jahrelangen Rechtestreit mit Warner Bros. einigen und erhielt die Rechte an seinen Songs zurück. Wenn man sich auf die Suche macht, nach dem musikalischen Werk von Prince im Netz, wird man auf den bekannten Streaming-Portalen kaum fündig werden. Sein gesamtes Werk gibt es nur bei Tidal, was Jay-Z gehört. Prince wusste, dass ein Künstler nicht durch einen Streaming-Dienst reich wird, die Betreiber jedoch schon. Da blieb er konsequent.

Er schaffte den Sprung vom Künstler zum eigenen Kunstwerk früh. Etwas was nur wenige Künstler schaffen. Nicht das er als Künstler nur seinen Musikstil änderte. Er wechselte die Leinwand seines eigenen Gemäldes und wurde früh künstlerisch einzigartig. So gibt es nicht den einen Song, der stellvertretend für sein Werk steht. Seine Konzerte waren einzigartig, mit magischen Momenten und ihn aus wenigen Metern Entfernung spielen zu sehen ließ Raum und Zeit vergessen.

Im kommenden Jahr sollte seine Biografie erscheinen. Manche hätten vermutlich geschrieben, es sei viel zu früh mit 58 Jahren. Nun ist es zu spät. Das gute an Künstlern ist: sie leben durch ihre Kunst weiter. Dennoch leben wir nun in einer Welt ohne Prince, David Bowie…was traurig macht.

„Dream if you can a courtyard
An ocean of violets in bloom.“
(When Doves Cry)